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News3 Min. Lesezeitvon Willi Kellermann

Welche Programme dürfen auf Ihrem Mac alles lesen?

Kurz gesagt

Apple hat am 2. Oktober 2026 angekündigt, den Festplattenvollzugriff in macOS künftig nur noch nach einer sehr ausdrücklichen Bestätigung zuzulassen. Grund sind KI-Agenten, die immer selbstständiger arbeiten. Einen Termin nennt Apple nicht. Prüfen Sie schon jetzt, welche Programme auf Ihren Macs diese weitreichende Freigabe haben.

Textkachel von iTechGenius: Welche Programme auf deinem Mac dürfen alles lesen?

In einer Mitteilung an Entwickler beschreibt Apple den Festplattenvollzugriff als Ausnahme: Er umgeht die üblichen Datenschutz-Kontrollen von macOS, damit Backup-Programme funktionieren. Manche Entwickler nutzen ihn laut Apple so, dass Dateien, Mails, Nachrichten und sogar der Browserverlauf offenliegen, ohne dass Nutzer das voll überblicken.

Was Apple angekündigt hat

Apple will zusätzliche Kontrollen einführen. Wer einer App diesen Zugriff geben will, soll das nur noch mit einer sehr ausdrücklichen Handlung tun können. Als Begründung nennt Apple ausdrücklich KI-Agenten: Je selbstständiger sie werden, desto größer das Risiko. Wann und mit welcher macOS-Version das kommt, sagt Apple nicht. Auch zu Macs, die über eine Geräteverwaltung betreut werden, gibt es noch keine Aussage.

Warum das für Praxen, Kanzleien und Agenturen zählt

Festplattenvollzugriff heißt: Ein Programm kann praktisch alles lesen, was auf dem Mac liegt. In einer Arztpraxis sind das Befunde und Arztbriefe, in einer Kanzlei Mandantenakten, in einer Agentur Kundendaten und Verträge. Gleichzeitig sammeln sich diese Freigaben über die Jahre an, oft bei Programmen, die längst niemand mehr nutzt. Mit KI-Agenten, die Dateien selbstständig öffnen, sortieren und weitergeben, wird aus einer vergessenen Freigabe ein echtes Datenschutzrisiko.

Was Sie jetzt tun sollten

  1. Öffnen Sie auf jedem Mac Systemeinstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Festplattenvollzugriff.
  2. Notieren Sie, welche Programme dort eingetragen sind, und ordnen Sie jedes einem Zweck zu: Backup, Virenschutz, Geräteverwaltung oder etwas anderes.
  3. Entfernen Sie die Freigabe bei allem, was keinen klaren Zweck mehr hat.
  4. Legen Sie fest, dass KI-Werkzeuge diese Freigabe nur nach einer bewussten Entscheidung bekommen, im Zweifel gar nicht.
  5. Werden Ihre Macs zentral verwaltet, regeln Sie die Freigaben dort und beobachten Sie, was Apple zu verwalteten Geräten nachliefert.

Häufige Fragen

Brauchen Backup-Programme weiterhin Festplattenvollzugriff?

Ja, dafür ist die Berechtigung laut Apple gedacht. Die Ankündigung zielt auf eine ausdrücklichere Bestätigung, nicht auf ein Verbot.

Ab wann gilt die Änderung?

Apple nennt noch keinen Termin und keine macOS-Version.

Betrifft das auch verwaltete Macs?

Dazu hat Apple bislang nichts gesagt.

Willi Kellermann · Gründer von iTechGenius

Willi Kellermann betreut mit iTechGenius Agenturen, Praxen und Büros, die mit Apple arbeiten: Einrichtung, Verwaltung, Datensicherung und Sicherheit. In diesem Blog ordnet er ein, was neue Geräte und Systemversionen im Arbeitsalltag bedeuten.

Praxiswissen für Praxen, Kanzleien und Agenturen teilt Willi Kellermann auch auf LinkedIn. Willi Kellermann auf LinkedIn folgen

Was heißt das für Ihre Geräte?

Im Erstgespräch sehen wir uns an, was dieser Beitrag für Ihre Macs, iPhones und iPads konkret bedeutet. Sie bekommen eine klare Einschätzung, ohne dass Sie etwas bestellen müssen.

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