Lohnt es sich, die Firewall komplett auszulagern?
Kurz gesagt
Rechnerisch ja, jedenfalls bei kleinen und mittleren Standorten: Nach unserer Rechnung spart die vollständige Auslagerung dort 35 Minuten Wartung je Standort und Monat und rechnet sich klar besser. Erst bei großen Standorten kippt es. Der Haken: Laut der uns vorliegenden Leistungsbeschreibung administriert bei der Auslagerung ausschließlich der Hersteller, auch im Störungsfall, und PPPoE ist ausgeschlossen. Wir haben uns deshalb dagegen entschieden.
35 Minuten: So viel Wartungsarbeit spart man sich nach unserer Rechnung je Standort und Monat, wenn man die Firewall komplett auslagert. Wir haben es trotzdem nicht getan.
Was haben wir verglichen?
Im August 2026 haben wir drei Wege durchgerechnet:
- Firewall im Eigenbetrieb
- Firewall als Mietbetrieb über ANQA
- die vollständig ausgelagerte Variante beim Hersteller
Nicht nach Gefühl, sondern mit Einkaufspreisen, Gerätelaufzeiten und der eigenen Arbeitszeit zum echten Stundensatz.
Was kam heraus?
Das Ergebnis war eindeutig, und es ging nicht in die Richtung, in die wir gegangen sind. Nach unserer Rechnung rechnet sich die Auslagerung bei kleinen und mittleren Standorten klar besser. Erst bei großen Standorten kippt es, weil die Auslagerungsgebühr den Wert der gesparten Zeit übersteigt.
Warum haben wir uns trotzdem dagegen entschieden?
Laut der uns vorliegenden Leistungsbeschreibung administriert bei der ausgelagerten Variante ausschließlich der Hersteller. Auch im Störungsfall. Auch beim eigenen Kunden. Wir hätten also zusehen müssen, während jemand, den unser Kunde nicht kennt, an dessen Firewall arbeitet.
Dazu kommen zwei technische Punkte, die keine Tabelle abbildet:
- Die ausgelagerte Variante kann laut dieser Leistungsbeschreibung kein PPPoE, das Verfahren, über das Telekom-DSL- und Glasfaseranschlüsse ins Netz gehen.
- Der TI-Tunnel für Arztpraxen ist auf der ANQA-Strecke bei einer von uns betreuten Praxis erprobt, nicht nur beschrieben.
Für uns als Dienstleister lautet die Frage deshalb nie nur „Was kostet die Auslagerung?“, sondern „Was passiert mit der Stunde, die dabei frei wird?“
Was heißt das für Sie?
Wenn Ihnen jemand eine ausgelagerte Firewall anbietet, fragen Sie, wer im Störungsfall an Ihrer Firewall arbeitet und ob Ihr Anschluss mit dem Gerät überhaupt funktioniert.
Wenn Sie diese Fragen für Ihren Standort klären möchten, sprechen Sie uns an. Mit welchen Herstellern wir arbeiten, steht auf unserer Partnerseite.
Was heißt das für Ihre Geräte?
Im Erstgespräch sehen wir uns an, was dieser Beitrag für Ihre Macs, iPhones und iPads konkret bedeutet. Sie bekommen eine klare Einschätzung, ohne dass Sie etwas bestellen müssen.
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