Wie prüfen Sie, wer bei WhatsApp, Signal oder Telegram mitliest?
Kurz gesagt
Unter „Verknüpfte Geräte“ in jedem dieser Messenger stehen alle Rechner, die mitlesen. Laut einem von netzpolitik.org veröffentlichten Papier nutzen deutsche Ermittler genau diese Zweitgeräte-Funktion. Prüfen Sie die Liste, entfernen Sie alles, was Sie nicht zuordnen können, und nehmen Sie die WhatsApp-Business-Sitzung beim Offboarding mit auf.
Deutsche Ermittlungsbehörden können verschlüsselte Messenger mitlesen, ohne Software auf dem Handy zu installieren. Sie nutzen die Funktion, die WhatsApp, Telegram und Signal für Zweitgeräte anbieten, und koppeln einen eigenen Rechner an das bestehende Konto. Ein internes Papier, das netzpolitik.org veröffentlicht hat, zeigt: Beim Zollkriminalamt läuft das seit 1. August 2025 im Regelbetrieb.
Wie die Kopplung zustande kommt
Die Freigabe muss irgendwo herkommen: entweder über einen abgefangenen SMS-Code oder über kurzen Zugriff auf das entsperrte Gerät. In einem Fall von 2020 gaben Betroffene ihre Telefone in einer Vernehmung heraus; währenddessen wurde ein WhatsApp-Web-Zugang eingerichtet.
Rechtlich nicht geklärt
Der Bundesgerichtshof hat im Januar 2026 entschieden, dass eine heimliche Kopplung keine gewöhnliche Telekommunikationsüberwachung ist, sondern Quellen-TKÜ, und dabei darf nicht der gesamte vorhandene Chatverlauf abgegriffen werden. Genau das können die normalen Web-Clients technisch nicht trennen.
Was Sie heute tun können
- In jedem Messenger unter „Verknüpfte Geräte“ nachsehen.
- Alles entfernen, was Sie nicht zuordnen können.
- Verlässt jemand das Unternehmen, gehört die WhatsApp-Business-Sitzung auf seinem privaten Rechner genauso auf die Offboarding-Liste wie der Mailzugang.
Was heißt das für Ihre Geräte?
Im Erstgespräch sehen wir uns an, was dieser Beitrag für Ihre Macs, iPhones und iPads konkret bedeutet. Sie bekommen eine klare Einschätzung, ohne dass Sie etwas bestellen müssen.
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