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News3 Min. Lesezeitvon Willi Kellermann

Ist Ihr Zyxel-Switch von der ausgenutzten GS1900-Lücke betroffen?

Kurz gesagt

Wenn bei Ihnen ein Switch der Zyxel-Serie GS1900 mit Firmware 2.90(…2)C0 oder älter läuft, ja. Zyxel hat am 3. November 2026 Updates für zehn Modelle veröffentlicht (CVE-2026-107441); die Lücke wird laut kanadischem Cyber Centre bereits ausgenutzt. Prüfen Sie die Firmware in der Weboberfläche und installieren Sie die „.3“-Version.

Textkachel von iTechGenius: Wann hat euer Büro-Switch sein letztes Update bekommen?

Was ist passiert?

Zyxel hat am 3. November 2026 eine Sicherheitswarnung für Switches der Serie GS1900 veröffentlicht. Die Schwachstelle CVE-2026-107441 steckt laut Hersteller im CGI-Programm der Firmware: Ein Angreifer im lokalen Netz kann ohne Anmeldung mit einer präparierten HTTP-Anfrage einen Speicherfehler auslösen und möglicherweise Systembefehle auf dem Switch ausführen. heise Security nennt einen CVSS-Wert von 8.8 (hoch).

Das kanadische Cyber Centre hat seine Warnung am 4. November ergänzt: Die Lücke wird bereits ausgenutzt. Laut heise Security hatte der Sicherheitsdienst GreyNoise schon im September 996 erfolgreich angegriffene Switches in 48 Ländern gezählt, dabei flossen Gerätekonfigurationen und gehashte Root-Zugangsdaten ab. Die Angriffe wurden zunächst einer älteren, bereits behobenen Lücke zugeordnet. Erst später zeigte sich, dass der Angriff auch auf der vermeintlich reparierten Firmware funktionierte.

Welche Modelle sind betroffen?

Betroffen sind laut Zyxel jeweils die Firmware-Stände 2.90(…2)C0 und älter, behoben ist es ab 2.90(…3)C0:

  • GS1900-8 – behoben in 2.90(AAHH.3)C0
  • GS1900-8HP – 2.90(AAHI.3)C0
  • GS1900-10HP – 2.90(AAZI.3)C0
  • GS1900-16 – 2.90(AAHJ.3)C0
  • GS1900-24 – 2.90(AAHL.3)C0
  • GS1900-24E – 2.90(AAHK.3)C0
  • GS1900-24EP – 2.90(ABTO.3)C0
  • GS1900-24HPv2 – 2.90(ABTP.3)C0
  • GS1900-48 – 2.90(AAHN.3)C0
  • GS1900-48HPv2 – 2.90(ABTQ.3)C0

Patches gibt es nur für Modelle, die sich noch im Supportzeitraum befinden. Nicht gelistete Modelle sind laut Zyxel nicht betroffen.

Warum das auch Mac-Büros betrifft

Der Switch verbindet alle Arbeitsplätze, Drucker und Server im Büro. Kleine Managed Switches wie der GS1900 stehen häufig im Technikschrank von Praxis, Kanzlei, Agentur oder Architekturbüro – einmal eingerichtet und danach selten angefasst. Wer den Switch übernimmt, sieht seine Konfiguration und kann das Netz umbauen. Angreifer brauchen dafür einen Zugang im lokalen Netz, etwa über ein infiziertes Gerät. Am Mac selbst ändert die Lücke nichts – aber jeder Mac hängt an diesem Switch.

Was Sie jetzt tun sollten

  1. Modell und Firmware-Version in der Weboberfläche des Switches nachsehen.
  2. Bei 2.90(…2)C0 oder älter die passende „.3“-Firmware von Zyxel installieren. Planen Sie ein kurzes Wartungsfenster ein, das Netz ist dabei kurz unterbrochen.
  3. Modell außerhalb des Supportzeitraums: Austausch planen.
  4. Die Verwaltungsoberfläche nur aus dem Verwaltungsnetz erreichbar machen, nicht aus Gäste- oder Patienten-WLAN.
  5. Hing der Switch ungepatcht im Netz, die Admin-Zugangsdaten ändern.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob mein Switch betroffen ist?

An Modell und Firmware-Version in der Weboberfläche. Betroffen sind zehn GS1900-Modelle mit 2.90(…2)C0 oder älter.

Ist ein Angriff aus dem Internet möglich?

Zyxel beschreibt einen Angreifer im lokalen Netz. Er braucht also bereits einen Zugang, etwa über ein infiziertes Gerät.

Gibt es eine Warnung des BSI?

Bis zum 5. November 2026 haben wir keine gefunden. Gewarnt hat unter anderem das kanadische Cyber Centre.

Willi Kellermann · Gründer von iTechGenius

Willi Kellermann betreut mit iTechGenius Agenturen, Praxen und Büros, die mit Apple arbeiten: Einrichtung, Verwaltung, Datensicherung und Sicherheit. In diesem Blog ordnet er ein, was neue Geräte und Systemversionen im Arbeitsalltag bedeuten.

Praxiswissen für Praxen, Kanzleien und Agenturen teilt Willi Kellermann auch auf LinkedIn. Willi Kellermann auf LinkedIn folgen

Was heißt das für Ihre Geräte?

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